Woche 1: Natur- und Denkmalschutz

 

Die A49 wird durch ein europäisches Naturschutzgebiet gebaut. Hier leben viele bedrohte Tierarten, die unter dem Ausbau massiv leiden. Und das großartige Waldgebiet ist nicht nur kostbar als Lebensraum von Tieren, sondern auch zur Reinigung der Luft und zur Speicherung von Grundwasser. 

 

Dass ein Neuvorhaben hier nicht durchgeführt werden dürfte, zu diesem Schluss kamen auch 1999 die Gutachter der Umweltverträglichkeitsprüfung. Dieses Votum durfte aber nicht in dem Gutachten stehen bleiben ...

 

1.2.23 Pfusch bei der Umweltverträglichkeitsprüfung

1997 heißt es in der Umweltverträglichkeitsprüfung zum Ausbau der A49, dass keine konfliktarme Realisierung des Neubau-vorhabens erkennbar ist. Es wird daher empfohlen, das Vorhaben aufzugeben oder den bisherigen Planungsauftrag zu modifizieren. (vgl. die Bilder). Das ist nicht geschehen. Stattdessen wurde eine Neufassung der Studie veröffentlich, in der diese Empfehlung herausgestrichen wurde, denn wie der hessische Verkehrsminister Tarek Al-Wazir erklärt, sei eine solche Empfehlung nicht Bestandteil der der ihm vorliegenden "Endversion" der Prüfung gewesen.  Er habe keine Kenntnis zu der Herkunft dieser Empfehlung, sie sei möglicherweise Bestandteil einer Entwurfsfassung. Dabei irritiert, dass die dem Verkehrsministerium vorliegende "Endfassung" auf denselben Tag datiert ist, wie die links abgebildete Fassung!

 

Das entsprechende Protokoll mit den Aussagen Al-Wazirs kann einsehen, wer in diesem Link bei den Plenarprotokollen des hessischen Landtags die 20. Wahlperiode eingibt und die Nummer 118, dann auf pdf anzeigen klickt und anschließend unter der Nummer 766 die Antworten von Tarek Al-Wazir anklickt.  

 

Hier geht es zu weiteren Absurditäten in der Chronik.