Schnelligkeit statt Sicherheit

 

Nach außen wurde gerne der Grundsatz „Sicher statt schnell“ kommuniziert. Tatsächlich wurde diesem aber schon im Anfang des Einsatzes nicht gefolgt:  Obwohl die 7-Tage-Inzididenz der Conona Infektionen in der Region der Unterbringung der Polizist:innen schon zu Beginn der Räumung über 200 pro 100.000 Einwohnern lag und die Gewerkschaft der Polizei (GdP) forderte, den Polizei- und Rodungseinsatz im Dannenröder Wald aufgrund der Infektionsgefahr zu stoppen, wurde an der Räumung des Waldes festgehalten.

 

Während der Räumung wurden augenscheinlich auch schwere Verletzungen von Aktivist:innen billigend in Kauf genommen worden.


Auch die Fällarbeiten waren offenkundig keineswegs so sicher statt schnell wie oft geäußert wurde: es wurden Bäume in völliger Dunkelheit gefällt, ohne sicher sein zu können, dass keine Menschen in der Nähe sind, und auch in nächster Nähe zu Baumhäusern und Menschen. Ein Baum fiel dabei in eine Traverse, obwohl mehrere Menschen genau davor wohl mit lauten Rufen gewarnt hatten. In der Folge stürzte ein weiterer Umweltaktivist mehrere Meter tief.
(Und welche Rolle spielt dabei, dass nach §§ 17, 17c FStrG i. V. m. bis Juni 2022 mit dem Bau der Autobahn begonnen werden muss?)

Hubertus Koch zeigt davon in seiner 6-minütigen Video-Doku "Alarm im Danni" vom 21.11.20.