Kein hydrogeologischer Plan

Grafik-Pfusch 

 

In der Risikostudie zum Planfeststellungs-beschluss von 2006 (S. 20, Bild rechts) ) wurde die hydrogeologische Grafik des benachbarten DAG-Geländes als Grundlage genommen (Bild links). Allerdings wurden die Ortsangaben entnommen, es ist nicht mehr bezeichnet, dass das sich hier um das ehemalige DAG-Gelände handelt. Und auch der ungeklärte Teil mitsamt dem ? für das WASA-Gelände ist verschwunden. Sollte damit suggeriert werden, dieser Plan gelte für das vom Ausbau betroffene WASAG-Gelände? 

Dann stellt sich die Frage, warum das Regierungspräsidium schreibt, die Verwendung eines solchen Modells sei nicht notwendig.

 

Auch findet im für die Autobahn sanierten Bereich keine hydraulische Sicherung statt - anders als in der Antwort der Bundesregierung dargestellt (Vgl. S. 3) .

 

Dabei kommt es laut dem Abschlussbericht zur Sanierung des benachbarten Geländes nach der Bodensanierung immer noch zu Eintragungen von Schadstoffen, die durch eine hydraulische Sicherung gemindert werden können. (vgl. die Abbildungen aus dem Abschlussbericht Folie 20 und 21)

Keine Sickerwasserprognose beim Ausbau der A 49

 

Das hessische Handbuch Altlasten fordert eine Sickerwasserprognose bei schädlichen Bodenveränderungen in der ungesättigten Zone, wie sie im WASAG-Gelände vorhanden sind. (Quelle: Handbuch Altlasten, Band 3 Teil 3 Untersuchung und Beurteilung des Wirkungspfades Boden ➞ Grundwasser Sickerwasserprognose, Wiesbaden 2002, S. 6 und 13f)

Dabei zeigt ein schematische Darstellung aus dem Abschlussbericht zur Sanierung des DAG-Geländes (Endbericht KORA-TV 5.2. S. 55f – vgl. Text und Bild unten), dass auch nach einer Bodensanierung noch jahrelang Schadstoffeinträge ins Grundwasser erfolgen.

   

Das Regierungspräsidium schreibt dazu auf eine HUIG-Anfrage „ Aufgrund der erfolgreichen und abgeschlossenen Altlastensanierung im Trassenbereich der WASAG (=keine Schadstoffquelle mehr vorhanden) besteht hierzu kein Erfordernis.“ Allerdings verbleiben bei einem einfachen Auskoffern ohne eine hydraulische Sicherung  mindestens sieben Prozent der Schadstoffe im Boden. (vgl. Endbericht KORA-TV 5.2. S. 128). Davon abgesehen wurde ja weniger als die Hälfte des Trassengeländes saniert!

 

Neuester Stand (18.5.22) Im Sanierungsbericht sind Restkontaminationen dokumentiert (die für die Tieferlegung der Trasse ausgehoben werden sollen! Und auch beim Bodenmanagement war man sich bewusst, dass noch relevante Schadstoffe im Boden verblieben sind!) 

Quellen