Baustopp

Das Regierungspräsidium in Gießen hat den Weiterbau der A49 im Bereich des WASAG-Geländes gestoppt, nachdem wegen des Fundes von Hexyl eine Anzeige nach dem Gesetz für Sicherheit und Ordnung gestellt wurde. Aufgrund der gravierenden Versäumnisse bei der Sanierung und beim Grundwassermonitoring sind nun weitreichende Konsequenzen nötig. Diese sind hier aufgelistet.

... nur teilweise umgesetzt!

 

Zwar wurde am Donnerstag, den 12. Mai ein Baustopp für den Bereich Herrenwald verhängt wie der Gießener Anzeiger berichtete, allerdings wurden am Freitag vom hessischen Rundfunk noch Arbeiten dokumentiert.

Es wurden Schredderarbeiten durchgeführt, ungeachtet der Tatsache, dass sich innerhalb der Haufen diverse Materialien befanden, die möglicherweise kontaminiert sind: 

 

  • Kanalrohre, die laut Planfeststellungsbeschluss zu untersuchen waren,
  • Ziegelsteine aus unbekannten alten Gebäuden,
  • schwarze Klumpen, die wie giftiges PAK aussehen und
  • alte Leitungen.  (Hier geht es zu Fotos!)

Bis zum Wochenende waren die Arbeiten abgeschlossen.

 

Am Montag, den 16. Mai, wurden Laster dokumentiert, die aus dem weiter nördlich gelegenen Teil des WASAG-Geländes Erde abtransportieren. (Vgl. Video rechts). Von diesen Lastern berichtete am 14. Mai auch die Oberhessische Presse in dem Artikel: "Trotz Baustopp- A49 soll im Zeitplan bleiben. Autobahngesellschaft sieht nach Altlastenverdacht keinen Grund für Verzögerungen".

 

Es scheint, als ob keiner ein Interesse hat, den Schutz der Bauarbeiter und den Schutz des Trinkwassers sicherzustellen. 

 

Trotz der sehr wahrscheinlichen Kontamination sind die geschredderten Haufen nicht abgedeckt. Regen kann die Gifte nun ausspülen.

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