Baustopp

Das Regierungspräsidium in Gießen hat den Weiterbau der A49 im Bereich des WASAG-Geländes gestoppt, nachdem wegen des Fundes von Hexyl eine Anzeige nach dem Gesetz für Sicherheit und Ordnung gestellt wurde. Aufgrund der gravierenden Versäumnisse bei der Sanierung und beim Grundwassermonitoring sind nun weitreichende Konsequenzen nötig. Diese sind hier aufgelistet.

... nur in minimal begrenztem Gebiet!

 

Zwar wurde am Donnerstag, den 12. Mai ein Baustopp für den Bereich Herrenwald verhängt wie der Gießener Anzeiger berichtete, allerdings bezog sich dieser Baustopp im Herrenwald nur auf die Baugrube, aus der das belastete Material stammt, nicht aber auf den Bereich, wo Material aus der Oberfläche der Baugrube abgelagert worden war. Zusätzlich wurde nördlich des Bauwerk 9  ein Baustopp verhängt, weil nach Angaben der Autobahnbauer dort das Material aus der Baugrube deponiert wurde - mitten in der Wasserschutzzone II.

Im Bereich der (mittlerweile eingezäunten) Haufwerke des Erdbodens selber wurde kein Baustopp verhängt. So war es offenkundig auch gestattet, in nächster Nähe des versuchten Bodens Material zu schreddern, wie  der hessischen Rundfunk dokumentiert. Das Regierungspräsidium hat bisher auch nicht auf Hinweise reagiert, dass sich innerhalb der Haufen diverse Materialien befanden, die möglicherweise kontaminiert sind: 

 

  • Kanalrohre, die laut Planfeststellungsbeschluss zu untersuchen waren,
  • Ziegelsteine aus unbekannten alten Gebäuden,
  • schwarze Klumpen, die wie giftiges PAK aussehen und
  • alte Leitungen.  (Hier geht es zu Fotos!)

 

Trotz der sehr wahrscheinlichen Kontamination sind die geschredderten Haufen nicht abgedeckt. Regen kann die Gifte nun ausspülen. Die Staatsanwaltschaft konnte dies Haufen nicht wiederfinden.

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